MPU wegen Alkohol

Alkohol-MPU: vorbereitet statt durchgefallen.

Der häufigste MPU-Anlass in Deutschland. Wir klären, ob Abstinenz oder kontrolliertes Trinken der richtige Weg ist, planen Ihre Nachweise und bereiten Sie gezielt auf das Gutachtergespräch vor.

Wann droht die MPU?

Ab wie viel Promille ist eine MPU Pflicht?

Die Fahrerlaubnisbehörde ordnet eine MPU wegen Alkohol insbesondere an, wenn Sie mit 1,6 Promille oder mehr am Steuer – oder auch auf dem Fahrrad – gestoppt wurden, oder wenn wiederholt Verstöße unter Alkoholeinfluss vorliegen. In bestimmten Fällen kann eine MPU auch schon bei niedrigeren Werten verlangt werden, etwa wenn trotz hoher Promillezahl keine Ausfallerscheinungen auftraten.

BlutalkoholEinordnung (vereinfacht)
ab 0,3 ‰Straftat möglich, wenn Ausfallerscheinungen oder ein Unfall hinzukommen
ab 0,5 ‰Ordnungswidrigkeit: Bußgeld, Punkte und Fahrverbot
ab 1,1 ‰absolute Fahruntüchtigkeit – Straftat, in der Regel Entzug der Fahrerlaubnis
ab 1,6 ‰MPU wird für die Neuerteilung angeordnet (auch mit dem Fahrrad)

Für Fahranfänger in der Probezeit und unter 21 Jahren gilt die 0,0-Promille-Grenze.

Abstinenznachweis Alkohol

Abstinenz oder kontrolliertes Trinken?

Das hängt davon ab, wie Ihr früheres Trinkverhalten eingestuft wird.

Bei Hinweisen auf Abhängigkeit oder deutlichem Missbrauch wird in der Regel eine Abstinenz über 12 Monate erwartet, in anderen Fällen können 6 Monate genügen – oder ein kontrolliertes Trinkverhalten ist möglich. Anerkannt werden nur Nachweise nach CTU-Kriterien von akkreditierten Laboren:

  • EtG-Urinscreening – unangekündigte Kontrollen über den gesamten Zeitraum
  • Haaranalyse (EtG) – rückwirkend, ca. 1 cm Haar entspricht einem Monat
  • Lückenlos – ohne verpasste Termine
AbstinenzprogrammLäuft

EtG-Urinscreening · 12 Monate

6 von 12 Monaten50 %
123456 789101112

Wir klären in der Fallanalyse verbindlich, welcher Weg für Sie gilt – bevor Sie Geld in falsche Nachweise investieren.

Typische Gutachterfragen

Darauf kommt es bei der Alkohol-MPU an.

01

„Wie viel haben Sie damals getrunken?“

Ehrliche, realistische Trinkmengen, die zu Ihrem Promillewert passen. Verharmlosung ist einer der häufigsten Gründe für ein negatives Gutachten.

02

„Warum haben Sie so viel getrunken?“

Die Gutachter wollen Ursachen hören – Stress, Gewohnheit, Gruppendruck, Gefühle. Wir helfen Ihnen, diese Zusammenhänge zu erkennen.

03

„Was hat sich seitdem verändert?“

Konkrete, überprüfbare Veränderungen in Alltag, Umfeld und Umgang mit Alkohol – und wie Sie diese beibehalten.

04

„Wie verhindern Sie einen Rückfall?“

Eine durchdachte Rückfallprophylaxe mit Warnsignalen und Strategien zeigt, dass Ihre Veränderung stabil ist.

FAQ

Fragen zur MPU wegen Alkohol

Brauche ich für die Alkohol-MPU immer einen Abstinenznachweis?

Nicht immer. Bei Hinweisen auf Abhängigkeit oder fortgeschrittenen Missbrauch ist Abstinenz in der Regel Voraussetzung. In anderen Konstellationen kann auch ein kontrolliertes Trinken ausreichen. Das klären wir in der Fallanalyse.

Kann ich mit der MPU-Vorbereitung schon während der Sperrfrist beginnen?

Ja, und das ist sogar sinnvoll. Die Sperrfrist aus dem Strafverfahren und der Abstinenzzeitraum können parallel laufen – so verlieren Sie keine Zeit.

Wie viel kostet ein Abstinenznachweis für Alkohol?

Je nach Labor, Methode und Zeitraum fallen für Urinscreenings oder Haaranalysen in der Regel einige hundert Euro an. Wir helfen Ihnen, ein anerkanntes Labor zu finden.

Alkohol-MPU angeordnet?

Wir schätzen Ihren Fall kostenlos ein.

Vertraulich, ehrlich und ohne Verpflichtung.

WhatsApp